Basilikum aussäen 2027
Basilikum Aussaat gelingt dir schon auf der Fensterbank – mit dem richtigen Saatgut und ein paar einfachen Handgriffen holst du dir frisches Küchenkraut direkt nach Hause.
10 Sorten
November · Aussaatzeit
Diese Sorten kannst du jetzt vorziehen.
Basilikum aussäen – so startest du richtig
Wann ist der beste Aussaatzeitpunkt für Basilikum?
Den besten Aussaatzeitpunkt für Basilikum findest du im Frühling, sobald die Temperaturen stabil über 18 °C liegen. Drinnen auf der Fensterbank kannst du bereits ab März starten, ins Freiland oder auf den Balkon geht es erst nach den Eisheiligen im Mai. Basilikum ist sehr kälteempfindlich – ein Frost reicht, um die Pflanze zu killen.
Wenn du unsicher bist, wann welches Kraut wann raus darf, hilft dir unser Aussaatkalender mit einer schnellen Übersicht weiter.
Wie säst du Basilikum aus – Schritt für Schritt?
Basilikum aussäen ist kein Hexenwerk. Füll ein flaches Saatgefäß mit feiner Anzuchterde (nährstoffarmes, lockeres Substrat), drücke die Oberfläche leicht an und verteile die Samen dünn darauf. Nicht eingraben – Basilikum ist ein Lichtkeimer und braucht Licht zum Keimen. Einfach leicht andrücken reicht.
Dann die Erde vorsichtig angießen, am besten mit einer feinen Brause oder von unten in einer Schale. Lege danach eine Kunststofffolie oder eine Glasscheibe über das Gefäß – das erzeugt einen Gewächshauseffekt und hält die Feuchtigkeit, die Basilikum zum Keimen braucht. Sobald die ersten Keimlinge sichtbar sind, nimmst du die Abdeckung ab.
Welche Temperatur braucht Basilikum beim Keimen?
Für eine zuverlässige Keimung braucht Basilikum eine Temperatur von mindestens 20–22 °C. Kühler wird es zäh oder keimt gar nicht. Ein warmer Platz auf der Fensterbank über der Heizung oder ein Anzuchtgewächshaus sind ideal. Die Keimzeit liegt bei günstigen Bedingungen bei etwa 7–14 Tagen.
Anzucht und Umtopfen – was Basilikum-Keimlinge brauchen
Wie geht die Anzucht nach dem Keimen weiter?
Nach dem Keimen brauchen die Keimlinge vor allem zwei Dinge: Licht und Wärme. Stelle die Anzuchtschale an den hellsten Platz, den du hast. Zu wenig Licht macht die Pflänzchen lang und schwach – das sogenannte Vergeilen. Gieße regelmäßig, aber maßvoll: Staunässe mag Basilikum gar nicht.
Für die Anzucht lohnt sich gutes Anzuchtzubehör – von der Anzuchtschale bis zur Pikiernadel macht das die Arbeit deutlich leichter.
Wann und wie topfst du Basilikum um?
Umtopfen ist angesagt, sobald die Keimlinge zwei bis drei echte Blätter haben und die Wurzeln den Topf ausfüllen. Pikiere die Pflänzchen einzeln in kleine Töpfe mit nährstoffreicherer Erde. Fass die zarten Keimlinge dabei immer am Blatt an, nie am Stängel – der ist empfindlich. Nach dem Umtopfen kurz angießen und wieder warm und hell stellen.
Fensterbank oder Freiland – was ist besser für die Anzucht?
Beides funktioniert, aber zu unterschiedlichen Zeiten. Die Fensterbank ist ideal für die frühe Anzucht ab März. Ins Freiland oder auf den Balkon darf Basilikum erst, wenn keine Nachtfröste mehr drohen – in den meisten Regionen Deutschlands also frühestens Mitte Mai. Draußen wächst Basilikum dann oft kräftiger, weil es mehr Licht bekommt.
Welchen Standort und welche Erde braucht Basilikum?
Was ist der ideale Standort für Basilikum?
Basilikum liebt Sonne – und zwar richtig viel davon. Der ideale Standort ist warm, windgeschützt und vollsonnig mit mindestens sechs Stunden direktem Licht pro Tag. Im Topf auf dem Südbalkon oder im Beet an einer Hauswand fühlt sich Basilikum besonders wohl. Zugluft und Kälte mag es dagegen gar nicht.
Welche Erde ist die richtige für Basilikum?
Für die Aussaat nimmst du nährstoffarme, feine Anzuchterde – das fördert die Keimung. Später, im Topf oder Beet, darf das Substrat ruhig nährstoffreicher und gut durchlässig sein. Staunässe ist der häufigste Fehler: Basilikum braucht gute Drainage. Im Topf hilft eine Schicht Kies oder Blähton am Boden.
Kann Basilikum im Topf genauso gut wachsen wie im Beet?
Ja, absolut. Basilikum im Topf ist sogar für viele Hobbygärtner die praktischere Lösung – du kannst ihn bei Kälte schnell reinholen. Wichtig: Der Topf sollte groß genug sein (mindestens 15–20 cm Durchmesser), damit die Wurzeln Platz haben. Im Beet wächst Basilikum ebenfalls gut, solange der Boden locker und warm ist.
Pflege – wie hält sich Basilikum am längsten?
Wie gießt du Basilikum richtig?
Beim Gießen gilt: lieber seltener, dafür gründlich. Die Erde darf zwischen den Wassergaben leicht antrocknen, aber nie komplett austrocknen. Gieße morgens, direkt an die Wurzel – nasse Blätter über Nacht fördern Pilzkrankheiten. Im Topf unbedingt den Untersetzer nach dem Gießen leeren, damit keine Staunässe entsteht.
Wie schneidest du Basilikum, damit er buschig bleibt?
Regelmäßiges Schneiden ist das Geheimnis für einen buschigen, langlebigen Basilikum. Schneide immer oberhalb eines Blattpaares ab – dann treibt die Pflanze seitlich neu aus. Blütenstände solltest du konsequent entfernen, sobald sie erscheinen: Sobald Basilikum blüht, werden die Blätter kleiner und bitterer. So bleibt das Küchenkraut länger aromatisch und produktiv.
Wie hält Basilikum im Topf am längsten?
Drei Dinge machen den Unterschied: ein warmer, heller Platz, regelmäßiges Schneiden vor der Blüte und maßvolles Gießen ohne Staunässe. Außerdem hilft es, Basilikum aus dem Supermarkt sofort umzutopfen – die Töpfe dort sind meist zu klein und zu dicht bepflanzt. Mit frischer Erde und mehr Platz erholt sich die Pflanze schnell.
Muss man Basilikum düngen?
Im Topf lohnt sich eine leichte Düngung alle zwei bis vier Wochen mit einem flüssigen Kräuterdünger. Im Beet reicht es oft, beim Einpflanzen etwas Kompost unterzumischen. Überdüngung macht die Blätter groß, aber aromatarm – weniger ist hier mehr.
Ernte und Konservierung – wann und wie erntest du Basilikum?
Wann ist der richtige Zeitpunkt für die Ernte?
Zur Ernte ist Basilikum bereit, sobald die Pflanze kräftig genug ist und mehrere Blattetagen gebildet hat – das ist in der Regel sechs bis acht Wochen nach der Aussaat. Ernte immer morgens, wenn die ätherischen Öle am konzentriertesten sind. Schneide ganze Triebspitzen ab, nie einzelne Blätter – das regt die Pflanze zum Weiterwachsen an.
Wann sollte man Basilikum nicht mehr ernten?
Sobald Basilikum anfängt zu blühen und du die Blütenstände nicht mehr rechtzeitig entfernst, lässt das Aroma nach. Die Pflanze steckt dann ihre Energie ins Samen bilden statt ins Blattwachstum. Ernte dann noch, was da ist, und plane eine neue Aussaat – Basilikum lässt sich gestaffelt über die ganze Saison aussäen.
Wie konservierst du Basilikum am besten?
Frisch ist Basilikum am aromatischsten. Für die Konservierung gibt es aber gute Optionen: Einfrieren (Blätter blanchieren oder direkt in Eiswürfelformen mit Öl einfrieren), zu Pesto verarbeiten oder in Öl einlegen. Trocknen funktioniert auch, kostet aber viel Aroma. Pesto ist die beliebteste Methode – und die schnellste.
Welche Basilikum-Sorten gibt es – und welche passt zu dir?
Basilikum ist nicht gleich Basilikum. Ocimum basilicum – der Lippenblütler, den wir alle kennen – hat viele Gesichter. Hier sind die wichtigsten Sorten, die du aus Samen ziehen kannst:
Genovese – der Klassiker für Pesto
Die Sorte Genovese ist der Standard in der italienischen Küche. Große, glatte, dunkelgrüne Blätter mit intensivem Aroma – perfekt für Pesto, Salate und Pasta. Wächst kräftig und ist eine der ertragreichsten Sorten für Topf und Beet. Samen dieser Sorte findest du in unserem Sortiment an Basilikumsamen.
Rotes Basilikum – dekorativ und aromatisch
Rotes oder purpurfarbenes Basilikum fällt im Beet sofort auf. Das Aroma ist etwas milder als beim grünen Genovese-Typ, aber immer noch aromatisch genug für die Küche. Tolle Ergänzung in Salaten – optisch wie geschmacklich.
Thai-Basilikum – für die asiatische Küche
Thai-Basilikum hat schmalere Blätter und ein würzigeres, leicht anisartiges Aroma. Es verträgt Hitze beim Kochen besser als europäische Sorten und ist in der asiatischen Küche unverzichtbar. Wächst etwas kompakter und ist ebenfalls gut aus Samen zu ziehen.
Zitronen-Basilikum – frisch und leicht
Zitronen-Basilikum duftet genau so, wie der Name verspricht: frisch-zitronig. Ideal für Fisch, Desserts und Kräutertees. Die Pflanze bleibt etwas kleiner, eignet sich aber gut für den Topf auf der Fensterbank.
Griechisches Basilikum – kompakt und robust
Kleines, buschiges Basilikum mit winzigen Blättern und einem intensiven Aroma. Sehr dekorativ im Topf, wächst dicht und kompakt. Verträgt leichte Temperaturschwankungen etwas besser als andere Sorten.
Wer neben Basilikum auch andere Kräuter und Gemüse vorziehen möchte, findet bei uns zum Beispiel Tipps zum Tomaten vorziehen – das passt zeitlich gut zusammen.
Basilikum vermehren und überwintern – was ist möglich?
Kann man Basilikum überwintern?
Basilikum ist nicht winterhart – das ist eine der wenigen klaren Grenzen dieser Pflanze. Als einjähriges Kraut stirbt es nach der Blüte und Samenreife ab. Eine echte Überwinterung im Freien ist nicht möglich. Wer Basilikum im Winter haben möchte, sät einfach neu aus – auf der Fensterbank geht das das ganze Jahr über, solange genug Licht da ist.
Kann man Basilikum aus Stecklingen vermehren?
Ja, und das geht überraschend einfach. Schneide einen Trieb von etwa 10 cm Länge ab, entferne die unteren Blätter und stelle ihn in ein Glas Wasser. Nach ein bis zwei Wochen bilden sich Wurzeln, dann kannst du den Steckling in Erde topfen. So bekommst du schnell neue Pflanzen – ohne neue Samen kaufen zu müssen.
Lohnt es sich, eigene Samen zu gewinnen?
Durchaus. Lass eine Pflanze einfach blühen und die Samen ausreifen. Wenn die Samenstände braun und trocken sind, ernte sie und lagere die Samen kühl und trocken. Im nächsten Frühling kannst du sie wieder aussäen. Bei Hybridsorten kann das Ergebnis variieren – bei alten, samenfesten Sorten klappt es zuverlässig.
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