Die Blumenzwiebeln liegen noch in ihrer Tüte, und draußen wird es schon empfindlich kalt? Keine Sorge: Im November kannst du noch Blumenzwiebeln pflanzen, solange der Boden nicht gefroren oder völlig durchnässt ist. Ich schaue deshalb zuerst nach der Erde. Lässt sie sich gut bearbeiten und sind die Zwiebeln gesund, kommen sie noch hinein. Für Tulpen passt der November besonders gut.
Welche Blumenzwiebeln können im November noch in die Erde?
Blumenzwiebeln sind schnell gekauft. Bis sie ihren Platz im Beet bekommen, vergehen manchmal allerdings ein paar Wochen. Wenn dann plötzlich November ist, stellt sich die Frage: Lohnt sich das Pflanzen überhaupt noch?
Gesunde Zwiebeln bringe ich jetzt möglichst bald in die Erde. Bis zum nächsten Herbst bewahre ich sie nicht auf. Die lange Lagerung macht sie nicht besser. Im schlimmsten Fall trocknen sie aus oder faulen.
Bei der Auswahl hilft dir diese Orientierung:
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Blumenzwiebeln |
Wie gut passt der November? |
Darauf achte ich |
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Tulpen |
Gut geeigneter Pflanzmonat |
Bei offenem, durchlässigem Boden pflanze ich sie jetzt. |
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Narzissen |
Früher im Herbst günstiger |
Vorhandene gesunde Zwiebeln kommen möglichst bald in die Erde. |
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Krokusse und Hyazinthen |
Eine frühere Herbstpflanzung ist häufig vorteilhaft |
Passen Boden und Standort, lagere ich sie nicht länger. |
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Zierlauch |
Für viele Arten liegt die übliche Pflanzzeit im September und Oktober |
Ich prüfe die Angaben zur jeweiligen Art auf der Verpackung. |
Die Pflanzzeiten auf den Packungen geben dir eine Orientierung. Ob ich an einem Novembertag tatsächlich pflanze, entscheide ich aber nach den Bedingungen im Garten. Auch Narzissen, Krokusse und Hyazinthen können jetzt noch in die Erde. Sie haben dann allerdings weniger Zeit, vor dem Winter Wurzeln zu bilden.
Wenn du noch Tulpen ergänzen möchtest, findest du bei HILD eine Auswahl an Tulpenzwiebeln, aber auch Narzissen, Hyazinthen und anderen Blumenzwiebeln. Ich nutze dann den nächsten geeigneten Pflanztag.
Ist dein Gartenboden noch bereit? Mein kurzer Pflanzcheck
Bevor ich die Zwiebeln auspacke, greife ich zum Spaten. Ich prüfe die Erde genau dort, wo ich pflanzen möchte. Eine trockene Oberfläche allein sagt wenig darüber aus, wie nass es darunter ist.
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Die Erde lässt sich locker bearbeiten: Ich kann noch pflanzen.
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Der Boden ist gefroren: Ich warte auf eine frostfreie Phase.
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Das Pflanzloch läuft mit Wasser voll oder die Erde ist völlig vernässt: Ich suche einen besser geeigneten Platz oder pflanze in einen Topf mit gutem Wasserabzug.
Kalte Erde gehört im November dazu. Sorgen macht mir vor allem anhaltende Nässe, denn darin können die Zwiebeln faulen. Allerdings ist Nässe bei mir nicht das größte Problem, da mein Gartenboden relativ sandig ist. Anders schaut es bei lehmigen Boden aus.
Bei einer späten Pflanzung rechne ich außerdem damit, dass die erste Blüte etwas bescheidener ausfällt. Das ist zwar schade, aber für mich kein Grund, gesunde Zwiebeln in der Tüte liegen zu lassen. In den folgenden Jahren zeigen sie dann ihre ganze Pracht.
Welche Zwiebeln pflanze ich noch?
Beim Auspacken nehme ich jede Zwiebel kurz in die Hand. Fühlt sie sich fest an? Gibt es weiche oder faulige Stellen? Ist sie stark ausgetrocknet?
Feste Zwiebeln ohne Fäulnis haben gute Voraussetzungen. Weiche, faulende Exemplare sortiere ich aus.
Bei kleinen Schönheitsfehlern bin ich dagegen nicht so streng. Ich habe auch schon Blumenzwiebeln gepflanzt, die nicht mehr besonders ansehnlich waren. Im Frühjahr sind sie trotzdem gewachsen. Die Blüte fiel im ersten Jahr teilweise weniger üppig aus, aber die Zwiebeln hatten ihre Chance bekommen.
Deshalb schaue ich genauer hin, bevor etwas im Abfall landet: Eine beschädigte trockene Außenhaut ist etwas anderes als eine komplett weiche, faulende Zwiebel.
So pflanze ich Blumenzwiebeln im November
Ich lege mir die Zwiebeln zunächst neben die vorgesehene Pflanzstelle. So sehe ich, ob die Gruppe ausreichend Platz hat und wie ich sie verteilen möchte. Anschließend geht es ans Pflanzen.
Den passenden Platz aussuchen
Viele winterharte Zwiebelblumen mögen Sonne und einen Boden, aus dem überschüssiges Wasser gut abfließt. Trotzdem schaue ich auf die Ansprüche der jeweiligen Art. Nicht jede Zwiebelblume braucht denselben Standort.
Stellen, an denen nach Regen lange Wasser steht, lasse ich aus.
Die Erde vorbereiten
Ich lockere die Erde und entferne unerwünschte Beikräuter. Dabei prüfe ich gleich, ob der Boden auch in der vorgesehenen Pflanztiefe gut bearbeitbar ist.
Die Zwiebeln setze ich nicht mit Gewalt in harte Erde. Ich hebe ein ausreichend großes Pflanzloch aus, damit sie gut darin liegen.
Die Pflanztiefe richtig messen
Als Orientierung dient mir häufig die zwei- bis dreifache Zwiebelhöhe. Entscheidend sind aber die Angaben auf der Verpackung.
Bei einer fünf Zentimeter hohen Zwiebel liegt der Zwiebelboden nach dieser Faustregel etwa zehn bis fünfzehn Zentimeter unter der Erdoberfläche. Ich messe also von der Erdoberfläche bis zum unteren Ende der Zwiebel.
Das bedeutet nicht, dass noch einmal zehn bis fünfzehn Zentimeter Erde über der Zwiebel liegen müssen. Gerade bei großen Tulpenzwiebeln macht dieser Unterschied einiges an Grabearbeit aus.

Die Zwiebeln einsetzen und das Loch schließen
Ich setze die Zwiebeln mit der Spitze nach oben ein und halte den empfohlenen Pflanzabstand ein. Danach fülle ich die Erde auf und drücke sie vorsichtig an.
Ist die Erde bereits feucht, gieße ich im Beet nicht zusätzlich. Bei trockenem Boden wässere ich nach dem Pflanzen.
Für die Gestaltung fasse ich gern mehrere Zwiebeln derselben Sorte zusammen. Eine kleine Gruppe fällt im Frühjahr viel schöner auf als einzelne Blüten, die weit voneinander entfernt stehen.
Blumenzwiebeln im Topf: Auch im November möglich
Du brauchst kein Beet, um dich im Frühjahr über Tulpen oder Narzissen zu freuen. Auch auf Balkon und Terrasse kannst du jetzt noch Zwiebeln pflanzen.
Für die Pflanzung im Topf achte ich auf drei Dinge: Das Gefäß ist ausreichend tief, frostbeständig und hat Abzugslöcher. Dazu kommt durchlässige Pflanzerde. Überschüssiges Wasser muss ablaufen können!
Nach dem Einpflanzen gieße ich einmal an. Anschließend kontrolliere ich die Feuchtigkeit auch während des Winters. Die Erde soll weder ständig nass bleiben noch vollständig austrocknen. Gerade unter einem Dach kommt manchmal weniger Regen am Topf an, als man denkt.
Zur Überwinterung bleibt das Gefäß an einem kalten, geschützten Platz. Ins beheizte Wohnzimmer stelle ich es nicht: Viele Frühjahrsblüher brauchen eine Kältephase für ihre weitere Entwicklung.
Damit der Topf bei starkem Frost besser geschützt ist, bekommt er eine isolierende Umhüllung. Gleichzeitig achte ich darauf, dass er nicht dauerhaft im Regen steht und vernässt.
Was mache ich, wenn die Pflanzzeit tatsächlich verpasst ist?
Ist das Beet gefroren, lasse ich den Spaten stehen und warte auf eine frostfreie Phase. Sobald die Erde wieder aufgetaut und gut bearbeitbar ist, prüfe ich die Bedingungen erneut.
Bleibt eine Pflanzung im Beet unmöglich, nutze ich ein geeignetes Gefäß. Dafür brauche ich anschließend allerdings einen kalten, geschützten Platz.
Bis zum nächsten Herbst lagere ich die Zwiebeln nicht. Ich versuche, sie möglichst bald zu pflanzen, und passe meine Erwartungen für das erste Frühjahr an: Vielleicht bleiben die Blütenstiele kürzer oder die Blüte fällt schwächer aus.
Ob sich die Pflanzen in den folgenden Jahren gut entwickeln, hängt von der Art, dem Standort und ihrer weiteren Pflege ab. Eine Garantie gibt es dafür nicht. Gesunde Zwiebeln bekommen bei mir trotzdem ihre Chance.
Häufige Fragen zur späten Pflanzung
Kann ich auch im Dezember noch Blumenzwiebeln pflanzen?
Ja, das kann noch gelingen, wenn der Boden nicht gefroren oder vernässt ist. Ich pflanze vorhandene gesunde Zwiebeln dann beim nächsten passenden Wetter. Absichtlich bis Dezember zu warten, bringt keinen Vorteil. Bei einer sehr späten Pflanzung rechne ich mit einer schwächeren ersten Blüte.
Kann ich jetzt auch Dahlien und Gladiolen setzen?
Dahlien und die üblichen Garten-Gladiolen pflanze ich erst im Frühjahr. Sie sind frostempfindlich und gehören deshalb nicht mit Tulpen und Narzissen ins Herbstbeet. Beim Einkauf schaue ich auf die Pflanzenart und ihren Pflanzzeitraum – die Bezeichnung „Blumenzwiebeln“ allein reicht als Orientierung nicht aus.
Wie lagere ich Blumenzwiebeln, wenn ich einige Tage warten muss?
Für eine kurze Zwischenlagerung lege ich die Zwiebeln an einen trockenen, luftigen und dunklen Platz. Dicht verschlossene Verpackungen öffne ich, damit sich keine Feuchtigkeit staut. Neben Äpfeln solltest du sie nicht lagern, denn deren Reifegas kann die spätere Blütenentwicklung beeinträchtigen.
Sobald der Boden wieder passt, kommen die Zwiebeln in die Erde. Dann ist die Arbeit erledigt – und im Frühjahr gibt es hoffentlich genau an dieser Stelle die ersten bunten Blüten.




































